Führerschein auf Probe

Führerschein auf Probe

Das, was man sich so fleißig in der Theorie angelernt und hinter dem Steuer stundenlang geübt hat, gilt es nun nach der bestandenen Führerscheinprüfung unter Beweis zu stellen. Denn die Verkehrsordnung drückt jedem Fahranfänger eine Probezeit von zwei Jahren auf, in der verschärfte Regeln gelten.

Schnell, schneller, am schnellsten
Wer in den ersten 24 Monaten vor den Kumpels einfach nicht den Bleifuß vom Gas bekommt, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Wird man dabei ertappt oder sogar geblitzt, bittet einen der Bußgeldkatalog zur Kasse. Und nicht nur das: Wird die vorgegebene Geschwindigkeit gleich um 20 km/h oder mehr überschritten, geht es ab zur kostenpflichtigen Nachschulung, die aus eigener Tasche bezahlt werden muss.

Achtung beim Feierabendbier
Die Probezeit gilt als Bewährungszeit für alle Fahranfänger. Nicht nur in Sachen Tempo, sondern auch beim Abstecher in die Lieblingskneipe. Während nach Ablauf der Probezeit (aber erst ab dem 21. Lebensjahr) eine Promillegrenze von 0,5 gilt, musst du während der Probezeit auf jeden Tropfen Alkohol verzichten. Schon ab 0,1 Promille brichst du die Regel und musst auch da mit Konsequenzen rechnen. Diese können vom Aufbauseminar (ASF), aus früheren Zeiten auch noch als Nachschulung bekannt, bis hin zum Führerscheinentzug oder zur Probezeit-Verlängerung reichen. Somit gilt: Null Promille – null Probleme.

Eintrag in die Verkehrssünderdatei
Bei gravierenden Verkehrsverstößen, zum Beispiel bei Rot noch schnell über die Ampel, musst du nicht nur mit Bußgeld oder Nachschulung rechnen, sondern auch mit Punkten in Flensburg. Das hört sich erst einmal harmlos an, ist aber nicht ohne: Bereits ab einem Punkt verlängert sich die Probezeit auf ganze vier Jahre und ein kostenpflichtiges Aufbauseminar erwartet dich. Mehr zum Thema und über das neue Punktesystem (gültig ab Mai 2014) findest du hier

Ring, ring
Auch in Sachen "Nur mal kurz telefonieren", kennt die Polizei kein Pardon und auch hier musst du mit einer Geldstrafe rechnen. Unser Tipp: lieber in eine gute Freisprechanlage investieren.

Das dauert dir alles zu lange?
Dann hast du die Möglichkeit mit Hilfe eines freiwilligen Aufbauseminars deine Probezeit um ein halbes Jahr zu verkürzen. Aber: Diese Regelung gilt leider noch nicht für jedes Bundesland. Somit erkundige dich vorher, ob du diese Option nutzen kannst.

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